The Purge, Woche 6

Hmm, ich schaue jetzt seit zwei Tagen auf einen leeren Bildschirm und versuche, etwas über die letzte Woche zu schreiben. Dabei ist es nicht so, als ob nichts passiert wäre. Ehrlich gesagt passiert im Moment ein wenig zu viel - neben dem Entrümpeln ist eine ganze Menge in Bewegung. Oder vielleicht durch das Entrümpeln angestoßen? Ich weiß es nicht. Ist letztendlich ja nun auch egal, wo es herkommt. Es ist da, es nimmt Platz ein und sehr viel Aufmerksamkeit.


Auch gut. Dann wird diese Zusammenfassung eben wirklich mal eine kurze.


(Sage ich jetzt.)


Letzte Woche, hm, lass mich zurücküberlegen ... ja, richtig: Pflegeprodukte und Make-up standen auf der Liste. Kann so viel nicht werden, dachte ich mir. Habe ich vor ein paar Jahren schon mal gemacht, in einem großen Rundumschlag. Zudem trage ich kein Make-up mehr. Da kann so viel nicht passieren.


Ob es viel war?



Das sind die Sachen, die gehen. Zum Teil direkt in den Mülleimer, zum Teil ... ja, was macht man denn mit so etwas? Make-up, das noch völlig unbenutzt ist - zum Wegwerfen zu schade. Aber wohin damit? Einfache Ersatzzahnbürsten, falls der Besuch mal seine vergessen haben sollte: Wohin damit?


Ja, ich weiß es auch noch nicht so genau. Sollte jeman eine brillante Idee haben: Immer gerne! Ansonsten werde ich die Sachen vermutlich in eine Kiste stecken, ein Schild "zu verschenken" dran kleben und an die Straße stellen. Das hat in der Vergangenheit ganz gut funktioniert. Und ich bin den Kram quitt.


Und - war es nun viel? Objektiv: nicht so sehr. Subjektiv: Doch, da passierte schon etwas. Die Kulturtaschen, die ich geschenkt bekommen habe und viele Jahre verwendet habe (inzwischen allerdings auch nicht mehr). Das kleine Gläschen mit dem Korkverschluss, in dem buntes Badesalz gewesen ist: Ein Souvernir aus dem ersten Frankreichurlaub, damals, 1991. Was habe ich daran gehangen. Die beiden Parfüms, beide fast leer, seit Jahren nicht mehr verwendet, aber irgendwie doch noch dem Herzen nahe.


Ja, es waren einige Dinge, die Gewicht hatten, die in dort gegangen sind.


Bereue ich es? Nein. Vermisse ich sie? Nein.


Frage ich mich, warum ich sie so lange behalten habe? Hmm ... nein, ich weiß, warum. Ich weiß allerdings auch, dass es jetzt Zeit war für sie zu gehen.


Der Boden unter meinen Füßen wird immer dünner. Ich bin mir durchaus einer gewissen nervösen Ängstlichkeit bewusst. Doch die Kehrseite der Angst ist freudige Aufregung - wo immer mein Weg mich von hier aus hin führt: Es ist gut, es ist richtig - es wird fantastisch. <3

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