The Purge, Woche 16

Oh, heyyyy! Ich bin mal wieder ein bisschen hinterher mit dem Blog. Lag es daran, dass ich so viel entrümpelt habe, dass ich zum Schreiben nicht kam?


Ähm. Ja, natürlich. ;-)


Eigentlich aber lag es daran, dass ich gerade meine eigene beste Werbung bin dafür, was und wie sich das Leben ändern kann, wenn man entrümpelt. Es ändert sich gerade so einiges, das hält mich gut auf Trab. Viele Änderungen, viele Neuerungen. Diese hoffentlich auch bald auf dieser Webseite. Für den Moment aber geht es zurück zum Entrümpeln.


Die Woche 16 - das war der Vollständigkeit halber die Woche 19.10. bis 25.10. Was ist passiert, was ging weg?


Zum einen wurden die enstandenen Häufchen ein wenig kleiner - einige Einzelteile konnte ich über ebay verkaufen, das übliche Bücherhaufchen wanderte in den offenen Bücherschrank. Das war zum einen erfreulich - zum anderen aber auch furchtbar frustrierend. Oder vielleicht war nur ich frustriert? Jedenfalls - argh! Ich habe immer noch so viel Zeug, es steht hier immer noch alles herum, der ganze Kram, den ich aussortiert habe, kann das nicht schneller gehen?? WEG DAMIT!


Also, ich kann allen Entrümpelwilligen nur ans Herz legen: Sorgt dafür, dass das Zeug schnell aus eurem Lebensumfeld verschwindet. Ernsthaft. Selbst aussortiert ist es nur Ballast. Und vielleicht auch doppelt so schwer, denn man hat sich gewissermaßen innerlich bereits verabschiedet und der Kram ist immer noch da. Schon mal versucht, ungebetenen Besuch, der sich häuslich niedergelassen hat, loszuwerden? Das muss sich in etwa so anfühlen.


Mein Frust jedenfalls steigerte sich am Mittwoch zu einer Art Explosion und ich war kurz davor, einen Container zu bestellen und einfach alles da rein zu schmeißen.


Ja, wirklich.


Der Gedanke an sich ist reizvoll, irgendwie. Ich habe schon mehrfach mit ihm gespielt. Bisher kam immer sofort Panik hoch, wenn ich vom Gedanken an sich an die Überlegung des Umsetzens ging. Hilfe, nein, das war dann doch eine Nummer zu groß.


Deshalb ja auch das lang angelegte Entrümpelungsprojekt. Viel loswerden, über einen längeren Zeitraum hinweg - weniger traumatisch als alles und das auf einmal.


Tja, und jetzt sitze ich hier, nach knapp vier Monaten entrümpeln, und denke wieder einmal darüber nach, einfach ALLES abzugeben. Und zwar sofort!!


Da es mir in dem Moment jedoch offensichtlich mehr um das sofort ging als um das alles, habe ich das mit dem Container sein gelassen und langsam weitergemacht. :-)


Mit der Krüschelkiste in der Küche. In der Kiste gesammelt waren alle möglichen Kleinteile, die vom Umzug bzw. dem Aufbau der Möbel übriggeblieben sind. Schrauben, Nägel, Blenden, Scharniere ... ein Meer aus aufgerissenen IKEA Tütchen. Einzelteile von Waschmaschine und Herd. Ungeöffnete IKEA Kleinteile - ein Seilzug für einen Vorhang, den ich vielleicht mal aufhängen wollte mit den dazugehörigen Vorhangringen. (Welcher Vorhang?? Ich weiß es nicht einmal mehr ...) Knöpfe für Schubladen. Gedöns halt. Was macht man mit sowas?


In diesem Fall habe ich den ganzen Kleimkram, den ich offensichtlich nicht brauche, in eine Kiste eingepackt und diese auf ebay Kleinanzeigen zum Verschenken angeboten. Zusammen mit diversen anderen Dingen - weg, weg, weg damit!


Die halbleere Krüschelkiste in der Küche wurde dann sinnvoll gefüllt - mit dem Inhalt des zerknautschten Kartons, in dem ich meine Werkzeuge gesammelt habe. Damit konnte der Karton weg.


... oder doch nicht? Ich meine - ein leerer Karton? Kann man vielleicht noch mal ...?


Und während ich den Karton noch in der Hand hielt und darüber nachdachte, fiel mein Blick auf dem Stapel leerer Kartons in der Aufbewahrungsecke hinter der Küchentür. Ich habe verflixt viele leere Kartons. Oh, je. Ja, ich weiß, warum ich die habe - teilweise Originalverpackungen von Dingen, teilweise den Karton aufgehoben für den Fall, dass ich mal ein Päckchen schicken möchte. Die meisten davon stehen da seit Jahren.


Okay, es reicht. Weg damit.


Ich packe einen ganzen Stapel dieser leeren Kartons zusammen und schaffe es tatsächlich, sie in der Altpapiertonne zu entsorgen. Einen einzigen Originalkarton hebe ich auf, der kommt in den Keller. Ja, ich weiß, ist auch nicht Sinn der Sache. Da ist er auch nur von der einen Seite auf die andere geräumt. Ich scheine aber ein Problem mit leeren Kartons zu haben. (Übrigens nicht ganz unüblich - selbst Karen Kingston berichtet davon, dass sie jahrelang leere Kartons gesammelt hat.) Das muss ich mir mal genauer unter die Lupe nehmen.


Oder warten, bis ich so genervt bin von diesem ganzen gehorteten Altpapier, dass sich die Kartons wie von selbst entsorgen.


Übrigens - im Keller finde ich noch mehr von der Sorte. Und einige davon landen auch direkt in der Tonne. Nur die schön praktischen, großen Umzugskartons, die nicht. Die ... werde ich nämlich in der nicht allzu fernen Zukunft brauchen. ;-)


Bei der Gelegenheit entdecke ich aber noch ganz andere Schätze im Kartonwust - unter anderem eine alte Pinnwand und oh, mein Gott! Den Zweiplattenkocher, den ich in meiner Studentenbude hatte! Und auch hier noch benutzt habe, nach dem Umzug, bevor der Herd kam.


Na, da habe ich doch direkt mehr für ebay ...


Die Entrümpelwoche endet dann auch damit, dass ich die neu entrümpelten Dinge allesamt auf ebay einstelle.


Und dann ganz, ganz fest die Daumen drücke dafür, dass sie alle schnell ein neues Zuhause finden. Und nicht auch wochenlang hier herumstehen. *daumendrück*

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