BEWUSST ENTRÜMPELN

WAS GENAU IST DAS JETZT EIGENTLICH?

Bewusst entrümpeln - das ist die sanfte Annäherung an das Gerümpel in unserem Leben. An die Gründe, warum es da ist. Warum wir es loswerden wollen. Warum wir es irgendwie einfach nicht loswerden können. Warum es immer wieder kommt. Warum uns die Kraft ausgeht, wenn wir es in Angriff nehmen wollen.

Entrümpeln ist keine rein physische Aktivität. Unser Besitz zeigt nach außen, wer wir im Innern sind. Damit steckt in ihm immer auch ein bisschen Identität. Und darum ist Entrümpeln immer auch die Beschäftigung mit dem eigenen Selbst.

DIE DREI PHASEN

Für mein Verstehen gibt es beim Entrümpeln drei Phasen oder Stationen, die einen ins Stolpern bringen können und bei denen Unterstützung viel erreichen kann. Diese Phasen gehen mehr oder weniger fließend ineinander über und sind dabei in keiner Weise hierarchisch organisiert. Die drei Phasen sind für mich:

Die Vorbereitung

Dieser Aspekt ist mir in seiner Wichtigkeit erst durch Marie Kondos Buch Magic Cleaning wirklich bewusst geworden. Sie spricht davon, wie elementar es ist, sich bevor man loslegt darüber Gedanken zu machen, wo man hin will. Je klarer man den Idealzustand vor Augen hat, desto leichter wird später das Ausmisten. Das kann ich nur bestätigen.

Nun hat aber nicht jeder die Geduld - oder die Zeit - sich mit Papier und Stift hinzusetzen, in sich hineinzuhorchen und sich dann Notizen darüber zu machen. Gerade wenn es darum geht, die eigenen Antworten zu hinterfragen und das "warum" herauszufinden, hat man schon mal ein richtiges Brett vor dem Kopf.

Hier komme ich ins Spiel. Mit offenen Fragen führe ich dich schnell zu den Antworten, die bereits in dir darauf warten, entdeckt zu werden.

Der Anfang

Hat man einmal seine Motivation gefunden, den Grund, aus dem man entrümpeln will, dann sollte es kein Problem sein, auch damit anzufangen. Oder? Es scheint aller Anfang schwer. Wie oft höre ich nicht aus dem Freundes- und Familienkreis Sätze wie: "Ich habe so viel Zeug, ich muss dringend mal ausmisten." oder "Ach ja, entrümpeln, das müsste ich auch mal machen, ich habe da so einige Ecken!"

 

Fragt man dann ein halbes Jahr später, wie weit es denn mit dem Entrümpeln ist, bekommt man eine Menge Gründe zu hören, warum es immer noch nicht passiert ist. "Keine Zeit!" ist ganz vorne mit dabei, oder auch: "Ach, ich komme einfach irgendwie nicht dazu, immer kommt etwas dazwischen!" oder auch: "Ich bin einfach immer zu müde dazu."

Hinter diesen scheinbaren Ausreden - die einem ein richtig schlechtes Gewissen machen können - stecken immer tiefere Blockaden oder auch Ängste. Diese nicht ernst zu nehmen oder zu ignorieren hilft nicht weiter, weder beim Entrümpeln noch sonstwo. Das einzige, was man davon bekommt, ist Bauchweh und ein noch schlechteres Gewissen.

Also lass uns zusammen schauen, was es ist, das es dir so schwer macht, zur Tat zu schreiten.

Mittendrin

Du hast die ersten Stolpersteine überwunden, die ersten Schwierigkeiten gemeistert. Du sortierst fleißig aus und hast dabei immer auch ein Auge darauf, was in dir geschieht. Fantastisch! Kann dich doch jetzt eigentlich nichts mehr aus der Bahn werfen, oder? Weg mit dem Zeug!

Bis auf das eine Teil. Nein, also, das muss bleiben. Und das auch. Weil Erinnerungsstücke. Weil mal liebgehabt. Weil teuer gewesen. Weil, weil, weil.

Es kommen einem beim Entrümpeln immer wieder Gegenstände in die Hand, von denen man sich irgendwie einfach nicht trennen kann. Das ist auch okay. Schätze dürfen Schätze bleiben. Weniger schön wird es, wenn man diese Gegenstände eigentlich lieber loswerden möchte. Sie stecken in der Kiste ganz unten oder im Schrank ganz hinten. Schön sind sie nicht, Platz nehmen sie weg. Sie vermiesen einem immer irgendwie die Laune, wenn man sie ansieht. Warum sind sie dann noch da?

Wenn du bis hierhin gekommen bist, dann bist du schon sehr weit. Und auch bereit, dich tief in dein Unbewusstsein zu stürzen. Denn hier schlummern die Gründe, warum das dumme Teil immer noch da ist. Hier liegen die Antworten. Es ist aber gar nicht so einfach, da alleine dran zu kommen. Einfacher wird es, wenn jemand da ist, der dabei helfen kann, die richtigen Fragen zu finden und damit auch die Antwort.

UND DANACH?

Fertig mit entrümpeln und plötzlich passieren alle möglichen Dinge? Gute? Nicht so gute? Hilfe! Warum? Es sollte doch jetzt alles schön und friedlich sein, mit viel Platz für das Leben!

Nun, ja. Es ist jetzt Platz da. Platz für all das, was vorher unter Gerümpel begraben war. Das können wundervolle Dinge sein: Leichtigkeit. Kreativität. Elan. Energie. Freude. Erfolg. Flow. Oder eben auch Dinge, die das Gerümpel versteckt hat: Ängste. Trauer. Einsamkeit.

Bevor du denkst, dass alles aber mit Gerümpel schöner und leichter war und du dir neues zulegst: Bitte nicht. Du hast mit viel Arbeit Raum geschaffen, in dem sich Dinge bewegen können. Nutze diese Chance, ergreife sie mit beiden Händen. Du hast inzwischen Erfahrung mit dem Entrümpeln - warum sie nicht anwenden auf das, was da in dir steckt? Die Ängste, die Trauer, die Einsamkeit? Auch sie müssen nicht bleiben, wenn du das nicht willst.

Wie das gehen soll? Wie mit diesen Dingen fertig werden? Hey, ich bin immer noch hier! Du musst das nicht alleine machen: Ich gehe mit dir und begleite dich, solange du willst.

Gemeinsam finden wir den Weg. Deinen Weg zu mehr Raum für dein authentisches Leben. Wie Außen, so Innen.